Zimtschnecken

Gibt es etwas Besseres als frisches Hefegebäck? Wohl kaum… 🙂 Zimtschnecken sind für mich ein besonderes Highlight, was die Hefeteilchen angeht. In Skandinavien gibt es die süßen Schnecken ganz traditionell zum Nachmittagskaffee (auf schwedisch: fika). In Finnland werden sie Korvapuusti genannt, übersetzt heißt das Ohrfeigen, in Schweden sind es kanelbullar – Zimtbällchen. Auf jeden Fall ein absoluter Klassiker aus dem Norden, der ganz einfach zu backen ist und auch bei Gästen immer gut ankommt. Und so wird’s gemacht: IMG_5255 Für den Hefeteig werden folgende Zutaten benötigt: 5 dl Milch 50 g Hefe 1 ½ tl Salz 2 dl Zucker 1 EL gemahlener Kardamom 2 Eier 13-15 dl Mehl 200 g Butter Zimtschnecken backen habe ich in Finnland gelernt – deshalb sind die Maßeinheiten auch in dl angegeben. Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben, d.h. die Eier und die Butter am besten schon ein paar Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Die Milch ein wenig erwärmen – nur lauwarm, nicht heiß – und die Hefe darin auflösen. Salz, Zucker, die Eier und den Kardamon dazumischen. Ich finde man macht den ganzen Hefeteig am besten mit der Hand. Macht am meisten Spaß! Wer möchte kann natürlich auch gerne mit einer Küchenmaschine arbeiten. Als nächstes nach und nach ungefähr die Hälfte des Mehls einkneten. Dann die Butter dazugeben und weiter zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten. Von dem restlichen Mehl so viel dazu geben, dass der Teig nicht mehr klebt. Den Teig an einem warmen Ort 1 – 2 Stunden gehen lassen, bis er seine Größe verdoppelt hat. Der Teig wird dann zu einem flachen Rechteck ausgerollt (ca. 1 cm dick). Die Teigplatte mit Butter bestreichen und großzügig (!) Zimt und Zucker darauf verteilen. Dann an der langen Kante entlang zu einer Rolle einrollen. Von dieser Rolle werden ca 3 – 5 cm dicke Scheiben abgeschnitten, die dann als Schnecken auf ein Backblech gelegt werden. Die Schnecken vor dem Backen noch mit verquirltem Ei bestreichen und Hagelzucker darauf streuen und dann ab in den Ofen. Ca. 15 Minuten bei 220 °C goldbraun backen. Am besten schmecken die Zimtschnecken noch warm zu einem Glas kalter Milch.

26 Kommentare zu „Zimtschnecken

  1. Hej, mal eine andere (die wohl finnische 😉 ) Rezeptvariante als die, die ich seit knapp 9 Jahren anwende. Wie viele Schnecken kommen denn bei dir raus? Bei meinem schwedischen Rezept sinds zwei Bleche voll dicer Schnecken. Hier (also bei mir) werden im Teig gar keine Eier verarbeitet, aber mit der Hand kneten ist auch bei uns ein Muss. 😀 Gibt’s in Finnland denn auch einen „offiziellen“ Zimtschneckentag? In Schweden ist es der 4. Oktober. 🙂

    Gefällt mir

    1. Hei 🙂 Danke für deinen Vergleich mit dem schwedischen Rezept! Bei dem Rezept werden es tatsächlich 20 – 25 Schnecken. Also viele hungrige Gäste einladen oder die Zutaten halbieren. Die Schnecken lassen sich aber auch super einfrieren. Den Zimtschneckentag haben die Finnen von den Schweden übernommen und zelebrieren ihn auch am 4. Oktober 🙂

      Gefällt mir

  2. Hab sie soeben gebacken…die Menge ist riesig (75 Stück)! Habe die dl Angaben auch bei Zucker wie bei Flüssigkeiten umgerechnet-nächstes Mal definitiv viel weniger. Mehl hab ich nach Gefühl genommen,ca. 1,2 kg.
    Trotz des ganzen Zuckers sind sie ein Traum,vorallem warm.
    Macht weiter so,freu mich schon die nächsten Leckerein nachzubacken.

    Gefällt mir

    1. Linksdrehend im Sinne von der Rollrichtung? Noch nie, aber ich überlege gerade, wie man das hinbekommen könnte…vielleicht wenn man die Schnecken von der Rolle abschneidet und dann falsch herum auf das Blech legt und zuckert?! Oder ist das zu einfach gedacht? 😀 auf jeden Fall bin ich jetzt neugierig, wie bist du darauf gekommen?

      Gefällt mir

  3. Ich bin darauf gekommen, weil es mir auffiel, dass es rechtsdrehende und linksdrehende Zimtschnecken gibt. Nach meiner Beobachtung sind die meisten Zimtschnecken rechtsdrehend, worauf ich aber keine Garantie erhebe. Da ich selbst gar nicht backe, sondern nur sehr gerne esse, gehe ich von unterschiedlichen Herstellungsweisen aus. Entweder ist sie so, wie du es beschreibst, oder so, dass erst ein Strang gerollt wird, der dann flach zur Zimtschnecke gewunden wird — jedenfalls vermute ich, dass es jedes mal darauf ankommt, ob Links- oder Rechtshänder am Werk sind. Nach all diesen schwerwiegenden Gedanken habe ich zur Klärung kürzlich einen Blog über linksdrehende Zimtschnecken gestartet. Klicke einfach mal auf gegendenuhrzeigersinn, das müsste dann auf meinen Blog verlinken, der sich noch sehr jung von seiner Mitte aus schneckenförmig in die weite Welt entwickelt. So hoffe ich jedenfalls …..

    Gefällt mir

  4. Wunderbar! Ich habe ja auch erst norwegische Zimtschnecken gebacken. Schön, mehr Skandinavien-Liebhaber hier zu finden 🙂 Toller Blog, tolle Rezepte. Da werde ich sicher das ein oder andere mal nachbacken.

    Gefällt 1 Person

      1. Minimale Zutatenmasse-Unterschiede. Und es ist bei den norwegischen kein Ei drin.
        Geschmacklich muss ich das noch ausprobieren. Ich habe eh vor, demnächst mal schwedische, finnische und norwegische Zimtschnecken zu backen und in gemütlicher Runde zu testen, welche am Besten schmecken 😉

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s