Unterwegs in der Welt – Bilbao

Der letzte Stop unserer Nordspanien-Reise war Bilbao. Was weißt du so von Bilbao? Ich wusste – wie auch in Pamplona und San Sebastian – vorher nicht so viel über Bilbao, außer, dass dort ein Guggenheim steht. Etwas mehr habe ich dann aus unserem Reiseführer erfahren und noch mehr, als wir mit dem Touristenbötchen über den Ría de Bilbao geschippert sind und der Audio Guide uns sehr viel über Bilbao ins Ohr geflüstert hat.

Bilbao

Ich hätte noch mehr lernen können, wenn mein Audio Guide richtig funktioniert hätte. Leider habe ich das erst nach der Fahrt gemerkt, als wir uns über die verschiedenen Infos ausgetauscht haben und ich einfach mal nicht mitreden konnte, weil mir mein Audio Guide frecherweise zu einigen Punkten gar nichts erzählt hat. Das war aber auch sehr gerissen vom Audio Guide, da er mir vorgegaukelt hat, mir alle Informationen zu geben und es nicht einfach mittendrin Unterbrechungen gab, sondern, das was er mir erzählt hat, in sich geschlossen war. Wie mein Leben jetzt wohl wäre, hätte ich alles gehört, was der Audio Guide zu bieten hatte? Ich stell es mir lieber gar nicht erst vor.

Den tollen Ausblick über Bilbao bekommt man übrigens, wenn man mit der Zahnradbahn auf den Berg Artxanda fährt.

Audio Guides haben so ziemlich meinen ganzen Spanienaufenthalt begleitet. Eigentlich bin ich nicht so ein Fan, aber da man mit doch erstaunlich mehr erfährt als ohne, haben wir uns etwas angenähert. Wir sind noch keine BFFs, aber sie bekommen von mir auch keine ignoranten Blicke mit was willst du denn von mir-Bedeutung mehr. Tipp am Rande: Wenn die Audio Guides wieder aufs unerträgliche anfangen mit Fakten um sich zu schleudern, einfach mal die Kindervariante probieren (so fern es eine gibt).

Bilbao Guggenheim

Natürlich, wie kann es denn auch anders sein, stand das Guggenheim auf unserer To-Do-Liste und ich habe ganz lange versucht, das Foto oben ohne Menschen zu machen, um dann hinterher festzustellen, dass es mit Menschen viel interessanter ist – dat Leben is hart. Das Gebäude ist unglaublich beeindruckend – durchdacht und wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Und auch dem Museo de Bellas Artes de Bilbao sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Ich bin gerade sehr stolz, dass mein Spanisch dazu ausreicht, den Namen des Museums zu übersetzen – yeay. Das Museum der schönen Künste in Bilbao hat eine Daueraustellung, die ganz nett war, aber am meisten hat mich die Ausstellung Hyperrealist Sculpture 1973-2016 fasziniert und überzeugt. Wirklich sehr beeindruckende und lebensechte Skulpturen. Besser, viel besser, als die bei Madame Tussaud. Leider ist diese jetzt schon vorbei, aber die kommende ist bestimmt auch ganz toll. Klingt jetzt irgendwie nicht so überzeugend, ich merke es selber, aber was soll ich machen?

Jetzt komme ich endlich zu meinen ganz persönlichen Foodie-Highlights. Es sind leider nicht so viele, Bilbao war in der Hinsicht etwas enttäuschend. Man muss sich auch auf jeden Fall darauf einstellen, dass es vor acht/halbneun/neun wirklich nichts Warmes zu essen gibt außer Pinchos oder Fast Food. Und wenn dann die Restaurants endlich öffnen, sind sie so unglaublich voll – es müssen ja nun alle in einem kurzen Zeitraum essen – das man als Unwissende kaum Chancen auf nen Tisch hat. Vielleicht habe ich mich auch in den falschen Ecken rumgetrieben, aber das waren leider meine überwiegenden Erfahrungen. Ich weiß, man isst nun mal so spät in Spanien, aber ich fand es unglaublich schwierig, mich in so kurzer Zeit an ein ganz anderes System anzupassen. Vor allem, wenn es um Essen geht, werde ich sehr schnell gnatschig und dann muss was zu Essen her, wenn ich hungrig bin und nicht, wenn die Spanier gewillt sind, ihre Küchen zu öffnen. Dann haben die Spanier es auch weiterhin nicht leicht bei mir, weil ich einfach kein Fan der spanischen Küche bin. Ja, vielleicht bin ich eine Banausin, aber eine Paella ist für mich auch nur Reis mit Scheiß. Das schärfste, was vor uns auf den Tellern lag, war Menü 1 aus einer besseren Imbiss-Bude (die einzige, die uns auch schon am frühren Abend mit Essen versorgen wollte), die verschiedene Komponenten beinhaltete, darunter ein Fleisch-Pattie, Pommes, Kroketten und Nudelsalat. Eine sehr gewagte, aber anscheinend beliebte Kombi. Wir haben auch andere Menschen dieses Menü bestellen sehen.

Restaurant
Das Restaurant, das ich euch empfehlen möchte, erscheint auf den ersten Blick eher eine Bar zu sein, bezeichnet sich auch selber als Gastrobar und wir haben sie auch nur ganz zufällig gefunden, aber zum Glück! Es fing damit an, dass wir zum zweiten Mal auf dem Weg zu einer Pizzeria waren, bei unserem ersten Besuch hatte Google mal wieder Fehlinfos für uns und sie war noch nicht geöffnet. Bei unserem zweiten Besuch war sie geöffnet, aber leider voll. Wir machten uns also weiter auf die Suche und mussten feststellen, dass alle Restaurants voller Menschen waren, die überraschenderweise essen wollten. Dann begegneten wir dem Green Bistro. Leider konnten wir nicht rausfinden, wie das Essen dort ist, wir wurden leider nicht beachtet und auch unsere Versuche auf uns aufmerksam zu machen oder an der Theke zu bestellen scheiterten, so dass wir nach einer halben Stunde aufgaben und weiterzogen. Gleiches Problem wie vorher, alles war voll, beziehungsweise fingen die Küchen schon wieder an zu schließen. Unsere Rettung war das Charlotte mit überrschend freundlichem Service, einem ziemlich versteckten Raum, wo endlich Platz für uns war und mit wirklich leckerem Essen. Es gibt Burger, Salat, Hühnchen, ein bisschen querbeet, aber wirklich gut. Nach uns strandeten dort übrigens noch einige Touristen, die anscheinend auch nicht andersweitig erfolgreich waren, aber sehr glücklich, endlich an Tischen zu sitzen und mit der Aussicht auf Essen zu sein.

Alles Wichtige: Charlotte,C/ Heros 24

Cafés
In der Nähe vom Guggenheim befindet sich das Mami Lou Cupcake und wenn man dort frühstückt, hat man auf jeden Fall genug Energie, durch das ganze Guggenheim zu rennen. Eine sehr nette Café-Besitzerin, sehr guter Kaffee und gute heiße Schokolade – es wurde sogar gefragt, wie dick oder dünn man sie möchte – und Cupcakes!

Cafe Bilbao Mami Lou Cupcake

Ein ganz kleiner Laden, total süß eingerichtet, hier hab ich mich sofort wohl gefühlt, unter all den Törtchen. Es gab aber auch so tolle Sachen wie  Brownie-Käsekuchen oder Karottenkuchen.

Cafe Bilbao Mami Lou Cupcake

Alles Wichtige: Mami Lou Cupcake, Calle Barrainkua 7

Das zweite Café, das ich empfehlen möchte, ist ein veganes Café. Wir hatten es etwas schwer, das Café zu finden, da unser Stadtplan irgendwie nicht mit den Straßen übereinstimmte, aber wir haben es geschafft und wurden dann mit veganem Frappuchino, Säften und Cupcakes belohnt.

Alles Wichtige: Bohemian Lane, Calle Barrainkua 7

Wie hat dir Bilbao gefallen und wie stehst du so zu spanischem Essen?

Liebe Grüße

Unterschrift

3 Kommentare zu „Unterwegs in der Welt – Bilbao

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